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Synästhesie und Autismus-Spektrum-Störung

Synästesie (Mitempfindung) ist das "gleichzeitige Empfinden von zwei verschiedenen Eindrücken bei Reizung eines Sinnesorgans", wie z. B. das Hören von Tönen bei Farbeindruck, das Sehen von Farbei beim Hören von Tönen, Verbindungen zwischen Sehen und Geschmack, Hören und Geschmack und anderen mehr (vgl. Dorsch Psychologisches Wörterbuch). In der Forschung sind die genaue Definition von Synästesie und auch die Möglichkeiten, diese zu erfassen, umstritten.

Eine Verbindung von Synästesie, Autismus und sog. Inselbegabungen (= herausragende, isolierte Begabung in einem spezifischen Teilbereich) wird von manchen Forschenden vermutet, von vielen anderen Forschenden jedoch abgelehnt. Da schon Autismus in der Bevölkerung selten auftritt, von diesen Menschen nur wenige Inselbegabungen haben und davon widerum wenige Menschen synästetische Empfindungen berichten, ist es sehr schwer, dies wissenschaftlich korrekt zu beforschen.  Die meisten Studien dazu halten Kritik nicht stand, so behinhalten viele Studien den Ansatz, dass die Probanden autistische Symptome bei sich selbst einschätzen, was als Diagnostik jedoch nicht ausreicht. 

Synästesie kann zusätzlich zu Autismus auftreten (wie eben auch bei Menschen ohne Autismus), es ist aber kein Symptom oder ein notweniges Kriterium.

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Literatur und Quellen
Die Informationen auf diesen Seiten stammen aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen
Spezialisierte Stellen
Bei Verdacht auf Autismus sollten Sie sich an eine spezialisierte Stelle wenden